
Fest in der Denkmallandschaft St. Michael
Der Verein Bewahrt die Bergstadt rief zur festlichen Kundgebung unter den Linden im Ottobrunnen und erhielt großen Zuspruch. Alljährlich versammelt man sich dort, um die vom Kloster geprägte Denkmallandschaft zu feiern und für deren Erhalt zu demonstrieren. Im Wechsel von Bläsermusik von TaBrassco und Redebeiträgen der Vorsitzenden Christian Irmisch und Michael Rieger informierten sich die Teilnehmenden und pflegten angeregten Austausch.
Im Zentrum der Veranstaltung stand auch dieses Jahr das Ziel des Vereines, das Gebiet der ehemaligen Immunität St. Michael mehr ins Bewusstsein zu nehmen und zu schützen.
Städte – leider auch Bamberg, würden heute immer mehr von einem Einheitsbrei von Gewerbegebieten umschlossen.
Ihre Einbettung ins Umland werde dadurch verunklart und ihre Unverwechselbarkeit gehe verloren, wie Rieger darstellte.
Die von vielen Fachleuten so bezeichnete Denkmallandschaft von Ottobrunnen bis zur Waldwiese sei durch viele Glücksfälle der Vergangenheit über 1000 Jahre bewahrt geblieben und ermögliche es bis heute die Einbindung der ehemaligen mittelalterlichen Großstadt Bamberg, in ihre Umgebung zu erleben. Die Bedeutung des beliebten Erholungsgebiets mit seinen historischen Elementen, wie Wegebeziehungen, Gräben, Hecken usw. werde noch dadurch gesteigert, dass man aus den Aufzeichnungen des Klosters viel über das wirtschaftliche Handeln und Leben der früheren Bewohner an diesen Orten wisse.
Der Verein fordert diesen grünen Schatz zu bewahren, indem man ihn in das Stadtdenkmal aufnimmt. Ein guter Anlass könnte im nächsten Jahr die Wiederöffnung des Klosters Michelsberg sein. Das Kloster bilde mit seinen Gebäuden und den Gartenanlagen innerhalb der Klostermauern einen harmonischen Zweiklang. Dieser ließe sich zum wunderbaren Dreiklang steigern, wenn man die noch weitgehend unverändert erhaltenen Teile der ehemaligen Klosterimmunität mit einschließen würde. Es entstünde ein Gesamtensemble mit noch höherem Denkmalwert.